Bonsai-Prüfung 08.12.2017

Karate-Schule Zerbst
Karate-Schule Zerbst

Eine Woche nachdem die Jugendlichen und Erwachsenen ihre Gürtelprüfungen im Rahmen eines zweitägigen Events bestanden hatten, war es nun für 13 kleine Vereinsmitglieder soweit: In der Turnhalle der Ciervistie-Schule konnten sie unter Beweis stellen, dass sie Fortschritte gemacht haben beim Erlernen von Ritualen und Regeln des Karate, bei der Verbesserung von Beweglichkeit, Konzentration und Reaktionsfähigkeit sowie bei der Nachahmung von einigen Abläufen oder auch Techniken, die für die Ausübung des Karatesports grundlegend und unerlässlich sind. Natürlich hatte diese Prüfung nichts gemein mit der Ernsthaftigkeit von Schul- oder Berufsprüfungen und es ging auch nicht um den Nachweis spezieller oder unbedingt erforderlicher Befähigungen entsprechend einer Prüfungsanordnung. Stattdessen vermochten es die Trainer Yvonne Strohbach (1. Dan) und Heiko Gehrmann (4. Dan) beispielhaft, die Kinder spielerisch heranzuführen an das, was man gemeinhin Lernfreude nennt: Mitmachen, sich einbringen, besser werden wollen. So galt es, nach der gemeinsamen Erwärmung einerseits einen Parcours zu absolvieren, der Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Kraft und Ausdauer erforderte, während andererseits in einer zweiten Gruppe schrittweise und auf Kommando Karatetechniken ausgeführt wurden, die die Koordination und die Genauigkeit komplexerer Bewegungsabläufe zum Ziel hatten. Gerade bei Letzterem zeigte sich, dass allein durch eine regelmäßige Teilnahme am Training Fortschritte erzielt werden können – man spricht hierbei vom sogenannten „Muskelgedächtnis“: durch ständige Wiederholung entsteht, wie in anderen Sportarten auch, professionelle Routine. Dass die Kinder dabei ganz offensichtlich auch noch Spaß hatten, zeugt von der Bedeutung, die Spiel und Bewegung im Zusammenhang mit der kindlichen Entwicklung einnehmen. Nach Parcours und Techniktraining wurden in großer Runde Tritte und Fauststöße an Dummys ausprobiert, wobei die Kunst darin bestand, die Techniken zwar zielgerichtet zu vollziehen, den Dummy dabei aber nicht zu berühren (manchmal gewannen die Kinder, manchmal verloren die Dummys). Nach Absolvierung der drei Stationen Fitness, Technik und Anwendung hatte sich jedes Kind die feierliche und von Applaus begleitete Übergabe seines nächsthöheren Kindergürtels redlich verdient (Kindergürtel sind im Gegensatz zu Vollgürteln mit einem weißen, die jeweilige Farbe teilenden Querstreifen versehen). Eine solche Ehrung machte auch stolz – die Kleinsten freuten sich sichtlich über ihre neuen Gürtel, deren Farbspektrum von weiß-gelb bis weiß-braun reichte.

 

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